Brand yourself - Werden Sie zur Marke

In der Vergangenheit wurde viel über das Thema 'Marke', 'Branding' und Marketing im Allgemeinen geschrieben. Im Ursprung ging es dabei um Produkte oder auch um eine Firma, immer mit dem Hintergrund die Bekanntheit und das Ansehen zu steigern, um letztendlich mehr Umsatz zu machen.

Erst in den letzten Jahren ist das Thema Employer Branding wirklich in Deutschland angekommen. Wurden früher die Maßnahmen unter dem Begriff Personalmarketing zusammengefasst, geht man heute weiter in der Definition. Gerade vor dem Hintergrund engerer Märkte und des sich abzeichnenden Fachkräfte Mangels, stehen Maßnahmen im Fordergrund, die den Arbeitgeber zur Marke selbst machen, um damit in der Zukunft Toptalente und Fachkräfte für das Unternehmen zu gewinnen.

Die positive Grundeinstellung des Bewerbers zu einem Unternehmen, bzw. zu den (gefühlten) Werten des Unternehmens entscheidet in einem Nachfragemarkt darüber, ob ein Bewerber sich beim Unternehmen bewirbt. Dieses Verständnis ist noch nicht flächendeckend bei den deutschen Arbeitgebern angekommen, verstärkt sich aber zusehens, vor allem getrieben durch die schwieriger werdende Ausgangsposition, qualifizierte Mitarbeiter zu bekommen.

Die Entwicklung geht aber weiter: Nachdem die Produkte, die Firmen und die Firmen als Arbeitgeber zur Marke werden um erfolgreich zu sein, ist es am Arbeitnehmer sich ebenfalls als Marke zu positionieren um langfristig erfolgreich zu sein. Brand you/Brand yourself ist kein kurzfristiges Erfolgskonzept, sondern eine langfristig angelegte Geisteshaltung um seine Karriere langfristig und pro-aktiv mitzugestalten.

Um die eigene Marke aufzubauen, muß man verstehen, wofür man bereits steht (letztendlich wie bei einem Produkt). Es muß analysiert werden wo die Stärken und Schwächen liegen, und wie das Selbstbild mit dem der Umwelt übereinstimmt - hier ist eine externe Hilfestellung (z. B. vom spezialisierten Karriereberater) dringend erforderlich um eine objektivierte Sicht und den Abgleich zwischen Fremd- und Eigenbild zu bekommen.  Danach kommt die Definition wofür man als Marke stehen möchte, und wie dies realistisch erreichbar ist. Luftschlösser helfen nicht! (Eine Firma für Waffen wird auch niemals ein positives charitatives Brand Image bekommen..).

Die so definitierte Eigenmarke gilt es durch ein Selbst-Marketingprogramm zu untermauern und langfristig aufzubauen. Dabei ist es wichtig, wie bei jeder Marke, sich realistische (SMARTe Ziele) zu setzen und diese regelmäßig zu überprüfen. Die Positioniererung ist dabei die entscheidende Aufgabe, hier gilt es im Detail zu arbeiten und ein aussagekräftiges, langfristiges Konzept zu erarbeiten.

Leider gibt es bisher noch nicht viele gute Berater, die sich speziell auf das Branding zur erfolgreichen Karriere - einige finden Sie hier.


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